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Kindergarten

Erster Forscherkindergarten Österreichs mit Naturwissenschaften und Technik in Klagenfurt

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Beschreibung

Im Gespräch mit Kindergarten-Leiterin Daniela Wrumnig: 

Erster Forscherkindergarten Österreichs mit Naturwissenschaften und Technik bilanziert nach fünf Jahren – Kinder forschen und entdecken auf den Gebieten Elektrizität, Magnetismus, Licht, Optik, Akustik, Wiegen und Messen, Biologie, Chemie und Pflanzenkunde

Modellfall Klagenfurt: Forschendes Lernen im Forscherkindergarten

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Klagenfurt war Vorreiter für den wohl ungewöhnlichsten und kreativsten Kindergarten Österreichs. Dort werden seit nunmehr fünf Jahren schon die Kleinsten mit Naturwissenschaften und Technik vertraut gemacht, und zwar nicht nur im Lernen, sondern auch im Forschen. Auf diese Weise werden schon sehr früh das Interesse der Kinder für wesentliche Bereiche des Lebens geweckt sowie die jeweiligen Begabungen erkannt und gefördert.

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„Forscherkindergarten Sonnenschein“ heißt diese Einrichtung der Stadt Klagenfurt, in welcher die kleinen Mädchen und Buben mit Erkenntnissen aus einer Vielzahl an Wissensgebieten vertraut gemacht werden. Dazu zählen Mathematik, Physik, Magnetismus, Licht, Optik, Akustik, Wiegen und Messen, Biologie, Chemie und Pflanzenkunde. Damit sollen die Kinder für die Natur und Technik begeistert und ihnen die Möglichkeit geboten werden, ihren Forschergeist auszuleben. Diese Form der didaktischen Umsetzung wurde 2013 mit dem 1. Platz beim „Teacher‘s Award ausgezeichnet.

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Redakteur Arno Wiedergut und Kindergarten Leiterin Daniela Wrumnig

Forscher-Ecken und ein Forscherlabor

In den einzelnen Gruppenräumen des Kindergartens wurden speziell zu diversen Themen „Forscher-Ecken“ eingerichtet. Zusätzlich gibt es ein eigenes „Forscherlabor“, das für jede Gruppe jeweils einen ganzen Tag pro Woche reserviert ist. Dort wird unter anderem „ein spezielles naturwissenschaftliches Thema“ vorgestellt, welches von den Kindern  in weiterer Folge in den Forscher-Ecken eigenständig weitergeführt werden kann. Jedes Mal eine überaus spannende und lehrreiche Sache für die Kinder! Das Begreifen von komplexen Zusammenhängen kann sich so ausreichend entfalten.

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Eine wesentliche Aufgabe kommt natürlich den Kindergartenpädagoginnen zu, die dazu an der Pädagogischen Hochschule eine spezielle Ausbildung absolviert haben sowie laufend weiterbildende Kurse besuchen. Sie nehmen beim „Forschenden Lernen“ mit den Kindern die Rolle der Begleiterin und Moderatorin kindlicher Strategien ein und stehen mit unterstützenden Fragestellungen zur Verfügung. Die Pädagoginnen versuchen auch die Kinder zu weiteren Erkundungen in den jeweiligen Bereichen anzuregen.

Bürgermeisterin Klagenfurt

Bürgermeisterin Dr. Maria-Luise Mathiaschitz

Kinder verfassen Forscherberichte

Nach jedem Experiment zeichnet und schreibt das Kind einen „Forscherbericht“ und dokumentiert somit seine Erkenntnisse. Dies wird dann gemeinsam mit der zuständigen Pädagogin reflektiert, die Erzieherin notiert dazu die Aussagen des Kindes wortwörtlich. In diesen kindlichen Formulierungen ist bereits naturwissenschaftliches Verständnis in den Bereichen Physik, Chemie und Mathematik ersichtlich.

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Forscherkindergarten Klagenfurt: Die „Forscherberichte“ werden dann in einer „Forschermappe“ gesammelt. Diese kann das Kind immer wieder durchblättern und wird solcherart angeregt, ein Experiment zu wiederholen oder es anderen Kindern zu erklären. Das wiederum steigert seine Sprachkompetenz. Die „Forschermappe“ wird bis zum Ende der Kindergartenzeit geführt und dem Kind zur Nachhaltigkeit mit nach Hause gegeben. Mit der Überreichung eines „Forscherdiploms“ endet die Kindergartenzeit.

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Treibende Kraft dieses außergewöhnlichen Kindergartens ist dessen Leiterin Daniela Wrumnig, die seit vielen Jahren mit Kindern arbeitet. Wrumnig hatte im Jahre 2011 diese völlig neue Form des Lernens und Forschens im Kindergarten eingeführt und zieht nach fünf Jahren Bilanz:

Presseteam Austria: Frau Wrumnig, was hat Sie bewogen, diesen für Österreich nahezu revolutionären Kindergarten ins Leben zu rufen?

Daniela Wrumnig: Die Aufenthaltszeiten der Kleinen in den Kindergärten werden immer länger, da zunehmend beide Elternteile berufstätig sind. Daher kommt auch den Kindergärten in Sachen Kindererziehung und Bildung immer mehr Bedeutung zu. Nur zu malen, basteln und Kinder zu beaufsichtigen ist zu wenig.

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Redakteur Arno Wiedergut und Kindergarten Leiterin Daniela Wrumnig

Presseteam Austria: Offensichtlich hat man das in Österreich, bis auf wenige Ausnahmen, aber noch nicht erkannt?

Daniela Wrumnig: Langsam, ganz langsam wird es. Dazu bedurfte es allerdings einer langen Anlaufzeit. Wir in Klagenfurt haben das große Glück, dass die Bürgermeisterin und andere Entscheidungsträger erkannt haben, wie wichtig ein elementarer Bildungsauftrag für Kindergärten und Horte mit seinen Lehr- und Lernformen ist. Auch hat Landeshauptmann Peter Kaiser seine Absicht bekundet, unseren Bildungsschwerpunkt landesweit umzusetzen und der zuständige Ausschuss des Kärntner Landtages hat im November 2015 einstimmig beschlossen, dass die Pädagoginnen Kärntens mittels Fortbildungen die Vermittlung von Naturwissenschaften in den Kindergärten umsetzen sollen.

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Presseteam Austria: Somit ist Kärnten hier ein wirklicher Vorreiter?

Daniela Wrumnig: Eine bestmögliche Ausbildung und somit Bildung unserer Kinder müsste österreichweit von politischem Interesse sein. Kinder haben weder eine Gewerkschaft noch eine Lobby. In anderen Ländern, wie China und Japan, hat man viel früher erkannt, wie wichtig es ist, die Kleinen schon früh mit den vielen Facetten der Naturwissenschaften und Technik vertraut zu machen und so ihr Interesse zu wecken. Deshalb sitzen die Technologieweltmeister heute ja auch in Asien.

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Presseteam Austria: Es geht also um eine bestmögliche Bildung für unsere Kleinsten?

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Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser

Daniela Wrumnig: Die Kinder sollten möglichst früh mit der Praxis des Lebens vor dem Hintergrund der Natur und Technik vertraut gemacht werden. Dabei werden die speziellen Interessen der Mädchen und Buben erkannt und es können dadurch Schwerpunkte gesetzt werden. Man kann nicht auf Schwächen aufbauen, sondern nur auf den jeweiligen Stärken. Es geht um eine möglichst breite Ausbildung, welche spielerisch schon in ganz jungen Jahren ermöglicht werden soll und kann. Nicht zu vergessen ist auch das soziale Verhalten, welches sich die Kinder im Rahmen ihrer gemeinsamen Projekte erarbeiten.

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Presseteam Austria: Was läuft in Sachen Kinderausbildung falsch bei uns?

Daniela Wrumnig: Der Betreuungsschlüssel hat sich in Österreich seit drei Jahrzehnten nicht geändert! Sowohl in den Kindergärten als auch in den Schulen sind die Gruppen- beziehungsweise Klassenschülerzahlen nach wie vor zu groß. So sind in den Kindergärten durchschnittlich eineinhalb Pädagoginnen – zumeist sogar Helferinnen – zehn Stunden für 25 bis 28 Kinder zuständig. Bei Kindern darf man aber nicht sparen! Es kann nicht sein, dass von politischer Seite zwar Kinderbetreuungsplätze geschaffen, gleichzeitig aber immer mehr Kinder als „verhaltensauffällig“ diagnostiziert werden, nur weil sie den fahrlässigen Rahmenbedingungen (zu hohe Kinderzahlen in den Gruppen, zu wenig Pädagogen) nicht mehr gewachsen sind. Jugendliche zeigen bereits erste Symptome dieses fehlgesteuerten Betreuungssystems – die Tendenz der Schulabbrecher steigt. Schulverweigerung  hat sicher eine der Hauptursachen in mangelnden Rahmenbedingungen von Anfang an – unsere Kinder schaffen es nicht mehr in diesen großen Gruppen beziehungsweise Klassen. Kinder  sind Individuen mit großartigen Potenzialen, welche auch entsprechende Zuwendung und Förderung durch Pädagoginnen und Lehrer bedürfen. Und dies geht nur, indem man die Kinder- respektive Schülerzahlen auf 18  senkt.

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Presseteam Austria: Sind Buben und Mädchen gleichermaßen an Ihrer Art der Kindergartenausbildung interessiert?

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Vizepräsident der Industriellenvereinigung KR Mag. Otmar Petschnig und Direktor der Wirtschaftskammer Kärnten Dr. Michael Stattmann

Daniela Wrumnig: Erstaunlicherweise ja. Im Umgang mit Technik, wie der Elektrizität, konnten wir keine geschlechtsspezifischen Unterschiede erkennen. Man sollte als Kindertagesstätte (Kita)  auch den Mut haben, gemeinsam mit den Kindern externe Lernorte aufzusuchen beziehungsweise mit Institutionen wie Höheren Technischen Lehranstalten oder anderen berufsbildenden Schulen zu kooperieren, wie wir es tun.

Presseteam Austria: Ihr Kindergartenprojekt ist schon auf breites Interesse gestoßen!

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Vizepräsident der Industriellenvereinigung KR Mag. Otmar Petschnig und Direktor der Wirtschaftskammer Kärnten Dr. Michael Stattmann mit Kindergarten Pädagogin Monika

Daniela Wrumnig: Der Bildungsschwerpunkt Naturwissenschaften und Technik wird mittels Projektarbeiten mit externen Einrichtungen und Personen ausgeweitet, um den Kindern auch von außen Wissen zu vermitteln. So gab es bereits überaus erfolgreiche Projekte mit dem, leider allzu früh verstorbenen, Teilchenforscher von CERN, Dr. Laurenz Widhalm. Auch mit der HTL Mössingerstraße für Elektrotechnik in Klagenfurt gibt es eine Kooperation, und zwar bauen HTL-Schüler und Kindergartenkinder gemeinsam elektronisch betriebene Spielzeuge. Darüber hinaus werden wir von der Industriellenvereinigung und der Wirtschaftskammer Kärnten fortlaufend großzügig unterstützt, was die Bildungsmaterialien für das Forscherlabor und die Forscher-Ecken betrifft.

Pädagoginnen des Betriebskindergartens von Infineon und AVL-List wurden von mir ausgebildet und haben bereits unser Konzept eins-zu-eins in ihre pädagogische Arbeit übernommen.

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Presseteam Austria: Bitte ein persönliches Wort zum Abschluss!

Daniela Wrumnig: Wir betreuen im „Kindergarten Sonnenschein“ Kinder in vier Gruppen, darunter befindet sich eine Integrationsgruppe mit unterschiedlich beeinträchtigten Kindern. Es ist wunderbar mitzuerleben, mit welcher Begeisterung auch Kinder mit erhöhtem Förderbedarf bei den Experimenten mitmachen und Kompetenzen entwickeln. Mein Wunsch wäre es, dass unsere Art der Betreuung, also „Forschendes Lernen“, allen Kindern in Österreich, ob mit oder ohne Behinderung und gleich welcher Herkunft, zugutekommt. Ideale Rahmenbedingungen für Kinder und Pädagoginnen – maximal 18 Kinder pro Gruppe mit 2,5 bestausgebildeten Pädagoginnen – sollten ein gemeinsames politisches Interesse sein, um Bildungschancen für alle Kinder zu schaffen. Man sollte bedenken, dass die Kinder von heute die Gesellschaft von morgen sind!“

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Kindergarten Sonnenschein Daniela Wrumnig

Kindergarten Leiterin Daniela Wrumnig

Daniela Wrumnig

Die gebürtige Klagenfurterin Daniela Wrumnig (Jahrgang 1964) absolvierte nach dem Bundesrealgymnasium Viktring (sie lernte dort Klavier, Gitarre und Violine) die Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in Klagenfurt.

Von 1985 bis 2004 war sie gruppenführende Kindergarten- und Hortpädagogin beim Magistrat Klagenfurt, von 2004 bis 2007 Leiterin des Städtischen Kindergartens Rauscherpark, seit 2007 hat sie die Leitung des Städtischen Kindergartens „Sonnenschein“ inne.

Daniela Wrumnig ist zusätzlich diplomierte Mediatorin an der Pädagogischen Hochschule, ließ sich in Wien zum Science Vermittler (Vermittler wissenschaftlichen Wissens) ausbilden und genoss diverse Weiterbildungen in den Bereichen Mitarbeiterführung und Pädagogik.

Daniela Wrumnig hat eine 30-jährige Tochter und einen 18-jährigen Sohn.

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Anfrage und Anmeldung:

Kindergarten Sonnenschein
Leitung: Daniela Wrumnig
Lortzinggasse 29
9020 Klagenfurt am Wörthersee

Telefon: +43 463 24 51 38
E-Mailkg.sonnenschein@klagenfurt.at

Fotograf: Walter Szalay und Kindergarten Sonnenschein
Redaktion: Arno Wiedergut

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